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Rauchwarnmelder

500 Brandtote, 5.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Mrd. Euro Brandschäden im Privatbereich werden jährlich durch Brände verursacht. In Hamburg ist daher die Installation von Rauchwarnmeldern in Wohnungen und Einfamilienhäusern bereits seit 2011 gesetzlich vorgeschrieben.

Der Schutz durch Rauchwarnmelder ist nachweislich. Mit ihnen können Leben gerettet und Hunderte von Toten verhindert werden, wenn geeignete Geräte ordnungsgemäß und funktionstüchtig verbaut werden.

Die meisten Brandtoten sind zwischen 23°° und 7°° Uhr zu verzeichnen. Der Brandgeruch wird im Schlaf nicht wahrgenommen, da der Geruchsinn während des Schlafes nicht funktioniert. Die Folge ist eine Rauchvergiftung, die schon nach ein bis zwei Minuten den Tod herbeiführen kann. Fast alle Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung, nicht an den Flammen. Der Rauch verbreitet sich vor den Flammen, sekundenschnell.

Rauchwarnmelder sind die billligste Lebensversicherung

rauchwarnmelder

 

Bei der Installation müssen die Gegebenheiten des Gebäudes genau beachtet werden, damit der Rauchwarnmelder auch tatsächlich im Brandfall ansprechen kann und den lebensrettenden Alarm auslöst. Um das zu gewährleisten, ist es sinnvoll, einen kompetenten und geschulten Berater zu Rate zu ziehen, der entsprechende Fachkenntnis erworben hat. Die Installation ist gem. DIN 14676 auszuführen.


Nicht alle Rauchwarnmelder sind sicher!
Stiftung Warentest konnte belegen, dass nur rund 40 % der Geräte das Qualitätsurteil „Gut“ erhalten konnten, der Rest ist befriedigend oder sogar mangelhaft. Die besten Geräte sind nicht zugleich auch die teuersten. Es lohnt sich also, einen Berater hinzuzuziehen, der sich mit den Geräten auskennt.

 

Mindestanforderungen, die ein Rauchwarnmelder erfüllen muss:

  • Rauchwarnmelder müssen der Norm DIN EN 14604 entsprechen
  • der Alarmton muss mindestens 85 dB/3m laut sein
  • mindestens 30 Tage vor Ende der Batterielebensdauer, muss ein wiederkehrendes Warnsignal einen nötigen Batteriewechsel anzeigen
  • per Testknopf muss jederzeit eine Funktionsüberprüfung möglich sein
  • das Eindringen des Rauches muß von allen Sieten möglich sein

Weitere wichtige Merkmale:

  • Vorhandensein des CE- und GS-Zeichens
  • optisches bzw. fotoelektrisches Detektionsverfahren
  • der Melder sollte von der Feuerwehr empfohlen sein
  • es gibt auch spezielle Rauchmelder für Gehörlose
  • autom. Mehrfach-Prüfmodus im Signalfall (vermeidet Fehlalarm)
  • Einlassöffnungen nicht größer als 1,3 mm oder Insektenschutzgitter im Inneren, um das Eindringen von Staub und Insekten (und damit Fehlalarm) zu verhindern

 

Das können wir für Sie tun:

  • Beratung bei der Auswahl der zu installierenden Geräte oder Systeme
  • Beratung bei der Positionierung und beim Anbringen des Warnmelders
  • Installation der Geräte mit Einweisung in Betrieb und Wartung
  • Ausstellung eines Installationszertifikats für die Versicherung
  • jährliche Wartung der Geräte mit Dokumentation 

Wir freuen uns über Ihre Anfrage: Kontaktformular

 

ACHTUNG: Rauchwarnmalder dürfen auf keinen Fall mit

Akkus (wiederaufladbare Batterien) betrieben werden!


> Filmbeitrag / ARD, 20 Minuten <

 

Wie funktionieren Rauchwarnmelder?
Rauchwarnmelder arbeiten auf optischer Basis nach dem Streulichtprinzip. Bei Raucheintritt in das Gehäuse des Melders wird ein Lichtstrahl auf eine Fotozelle umgelenkt und der akustische Alarm ausgelöst.

Wie viele Rauchwarnmelder werden benötigt?
Auf jeder Etage muss ein Rauchwarnmelder an zentraler Stelle (Fluchtweg) installiert sein, beispielsweise im Flur und je ein weiterer Warnmelder in jedem Schlaf- und Kinderzimmer sowie im Gästezimmer. Um einen optimalen Schutz zu erreichen, bieten sich zusätzliche Warnmelder im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer an.
Auch der Keller und Dachboden sollte bedacht werden. Es kommt immer wieder vor, dass Waschmaschinen und Trockner im Keller überhitzen und Feuer fangen. In Küchen und Bädern sollten nur besondere Rauchwarnmelder oder Hitzemelder zum Einsatz kommen, um Fehlalarm durch Wasserdampf zu vermeiden. Die Alarmsignale eines Rauchwarnmelders müssen überall deutlich zu hören sein. Rauchwarnmelder sollten möglichst mittig an der Decke eines Raumes befestigt werden, mindestens aber mit einem Abstand von 50 cm zu den Wänden und Lampen. 

Was sollten Sie zusätzlich beachten?
Stellen Sie sicher, dass Ihre Rauchwarnmelder im Falle eines Brandes tatsächlich funktionieren. Kontrollieren Sie sie gelegentlich mit der Prüftaste. Rauchwarnmelder dürfen nicht übermalt, verdeckt oder beklebt werden. Und saugen Sie den Rauchwarnmelder auf keinen Fall ab - die feine Opto-Elektronik im Gerät könnte dadurch Schaden nehmen! Qualitativ hochwertige Rauchmelder sind mit entsprechenden Bedienungshinweisen versehen. Bei schwacher Batterie gibt der Rauchwarnmelder ein akustisches Signal, um Sie darauf aufmerksam zu machen, dass die Batterie gewechselt werden muss. Verwenden Sie nur Batterien mit langer Lebensdauer die extra für die Verwendung im Rauchwarnmelder gekennzeichnet sind. Verbrauchte Batterien müssen unverzüglich ersetzt werden. Nach 10 Jahren muss jeder Rauchwarnmelder ausgetauscht / durch einen neuen Rauchwarnmelder ersetzt werden!

Müssen Rauchwarnmelder gewartet werden?
Ja! Sind keine Rauchwarnmelder vorhanden oder funktionieren diese im Brandfall nicht müssen Eigentümer und Vermieter, im öffentlichen wie im privaten Raum, mit Schadenser­satzklagen von verletzten Mietern oder Hinterbliebe­nen rechnen. Außerdem ist es möglich, dass sich der Wohngebäudeversicherer im Falle eines Wohnungsbrandes Ansprüche vorbehält, wenn die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten wurden (sog. Obliegenheitsverletzung).
 

Haftung:
Im Schadensfall werden die Begleitumstände durch Gutachter, Versicherer oder sogar durch die Staatsanwaltschaft untersucht, um Haftungsfragen zu klären. Die Einhaltung der Installationsvorschriften und die ordnungsgemäße Dokumentation der Instandhaltung kommen dann auf den Prüfstand.
 

Bei falscher Montage oder Standortwahl wird geklärt: 

  1. Verhindert die Platzierung des Rauchwarnmelders seine Funktion?
  2. Ist der Rauchwarnmelder falsch eingebaut?
  3. Wurde der Rauchwarnmelder beim Einbau beschädigt?
  4. Ist der Rauchwarnmelder böswillig beschädigt worden?
  5. Genügt die Anzahl der eingebauten Rauchwarnmelder?
  6. Wurde der Rauchwarnmelder von seinem ursprünglichen Einbauort entfernt?

Bei Ausfall der Energieversorgung wird geklärt:

  1. Waren falsche Batterien / Akkus eingesetzt?
  2. Wurden die Batterien entfernt?
  3. Waren die Batterien leer?

 

Haben Sie Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:  Kontaktformular